Ziersträucher nach der Blüte richtig schneiden
Der richtige Zeitpunkt für den Rückschnitt von Ziersträuchern entscheidet darüber, ob im nächsten Jahr wieder eine üppige Blüte entsteht oder ob die Pflanze lediglich Blattmasse produziert. Grundsätzlich gilt: Sträucher, die am mehrjährigen Holz blühen, werden direkt nach der Blüte geschnitten, weil sich die neuen Blütenknospen bereits im Sommer für das Folgejahr bilden. Wer zu spät schneidet, entfernt diese Anlagen und verliert die Blüte. Zu dieser Gruppe gehören Forsythie, Flieder, Deutzie, Weigelie und Goldglöckchen. Bei ihnen ist der Schnitt unmittelbar nach dem Verblühen der Blüten am wirksamsten, denn dann bleibt genügend Zeit für den Neuaustrieb, der bis zum Herbst ausreift. Ein späterer Termin im Juli oder August führt dagegen dazu, dass die Pflanze zwar austreibt, aber im nächsten Frühjahr kaum Blüten zeigt.
Die Technik unterscheidet sich je nach Wuchsform und Alter des Strauches. Bei jungen Exemplaren genügt es, die abgeblühten Triebe um etwa ein Drittel einzukürzen, um die Verzweigung anzuregen. Ältere Sträucher, die von unten verkahlen, benötigen einen stärkeren Verjüngungsschnitt. Dabei werden die ältesten, dicksten Triebe bodennah entfernt, damit aus der Basis neue, kräftige Ruten austreiben. Ein radikaler Schnitt ins alte Holz ist bei den meisten Ziersträuchern möglich, sollte aber auf zwei bis drei Jahre verteilt werden, damit die Pflanze nicht zu stark geschwächt wird. Für die Forsythie gibt es eine bewährte Anleitung, die den passenden Zeitpunkt und die richtige Schnittführung erklärt – auf kaiserschnitt-goettingen.de finden sich dazu praktische Hinweise zum Schnitt nach der Blüte. Wichtig ist, dass das Werkzeug scharf und sauber ist, damit die Schnittstellen schnell verheilen und keine Pilze eindringen.
Neben dem Zeitpunkt spielt auch der Standort eine Rolle. Sträucher im Schatten reagieren auf einen starken Rückschnitt oft mit langen, weichen Trieben, die im Winter zurückfrieren. In sonnigen Lagen bildet sich dagegen kompakteres Holz, das widerstandsfähiger ist. Nach dem Schnitt sollte man die Pflanze ausreichend wässern und gegebenenfalls mit Kompost versorgen, damit sie neue Reserven aufbauen kann. Ein leichter Erhaltungsschnitt alle zwei Jahre hält die Form und verhindert, dass der Strauch zu stark vergreist. Wer diese Regeln beachtet, wird Jahr für Jahr mit einer dichten Blüte belohnt, ohne die Pflanze dauerhaft zu schädigen.